Rundgang


Treten Sie ein - so präsentiert sich der Ausstellungsraum im 1. Stock des Museums

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Erdgeschoss besichtigen Sie die historischen Ausstellungsobjekte des vormaligen Heimatmuseums

Das Erdgeschoss diente sowohl als Waschhaus, Ofenhaus, Brennerei und verschiedentlich als Militärküche. In der Mitte der Herd, der mit Wasser vom Brunnen zum Waschen aufgeheizt wurde. Gewaschen wurde zweimal im Jahr während jeweils 24 Stunden mit einer Lauge aus Buchenasche. Nach dem Einweichen und Brühen in der Aschenlauge standen das anstrengende Schlagen, Kneten und Reiben auf dem Programm. Nach erneutem Spülen, Bleichen und Wringen kam die Wäsche auf die Leine. Oft wurde die Wasche zum Trocknen auf den nebelfreien Reckenacker geführt. Das Waschen war Schwerarbeit, die Männer mussten kräftig mithelfen.

Links die ehemalige Schulhausuhr. Das Uhrwerk wurde 1873 mit dem Neubau des heutigen Schulhauses in Betrieb genommen, die Glocke „Attiswil 1880“ einige Jahre danach. Die Gewichtssteine des Uhrwerks (im Bild unten) gingen durch vier Stockwerke hindurch. Das Uhrwerk stammt von der heute noch bestehenden Turmuhrenfabrik Baer in Sumiswald. Der Uhrwart musste die Uhr alle 24 Stunden aufziehen. Im 20. Jahrhundert wurde das Uhrwerk elektrifiziert. Das Schlagwerk der Glocke war bis zur Anschaffung des neuen Kirchengeläutes1951 in Betrieb.

Interessant der Boden mit Katzenkopfsteinpflaster. Die Steine stammen von Feldern und aus Flussbetten und wurden in gebrochenen Sand eingelegt.

 

Ab 1890 wurden in Attiswil in zwei Betrieben mit mehreren Angestellten Steine für die Uhrenindustrie gebohrt. 1896 richtete der Steinbohrer Jean Ryf eine eigentliche Fabrik ein. Damit begann im Dorf die Industrialisierung dieser Arbeit. Insgesamt gab es zehn von Familien geführte Kleinbetriebe. Uhrensteine wurden auch in Heimarbeit gebohrt. 1957 – im Zuge der Automation der Uhrenindustrie – stellte als letzter Betrieb in Attiswil die Industriesteinbohrerei von Hans Leisi-Leisi ihre Tätigkeit ein. Im Museum ist eine funktionstüchtige „Maschine“ zu besichtigen.

Küchenschrank mit diversen Krügen, Töpfen, Tellern und Gläsern

Zwei Kochherde bzw. Öfen in der ehemaligen Küche. Über die Ofentüre an der Wand links kann der Kachelofen in der gegenüberliegenden Stube (siehe nächstes Bild) beheizt werden. Zum Anheizen des kalten Raumes werden drei Tage benötigt.

Der Sitzofen in der Stube wurde aus zwei Kachelöfen des ehemaligen Hauses der Familie Hohl-Hohl neu aufgebaut. Beheizt wird er von der gegenüberliegenden Küche aus. Oben links auf dem Ofen eine so genannte „Goffriermaschine“. Sie diente zum Produzieren von Stoff-Falten (z.B. in einer gestärkten Hemdsbrust).

Das Harmonium stand einst im Schulhaus leistete während Jahrzehnten wertvolle Dienste beim Singunterricht. An der Wand oberhalb des Harmoniums eine Pendule und in der Ecke ein Spinnrad.