Das Erdgeschoss diente sowohl als Waschhaus, Ofenhaus, Brennerei und verschiedentlich als Militärküche. In der Mitte der Herd, der mit Wasser vom Brunnen zum Waschen aufgeheizt wurde. Gewaschen wurde zweimal im Jahr während jeweils 24 Stunden mit einer Lauge aus Buchenasche. Nach dem Einweichen und Brühen in der Aschenlauge standen das anstrengende Schlagen, Kneten und Reiben auf dem Programm. Nach erneutem Spülen, Bleichen und Wringen kam die Wäsche auf die Leine. Oft wurde die Wasche zum Trocknen auf den nebelfreien Reckenacker geführt. Das Waschen war Schwerarbeit, die Männer mussten kräftig mithelfen.
Links die ehemalige Schulhausuhr. Das Uhrwerk wurde 1873 mit dem Neubau des heutigen Schulhauses in Betrieb genommen, die Glocke „Attiswil 1880“ einige Jahre danach. Die Gewichtssteine des Uhrwerks (im Bild unten) gingen durch vier Stockwerke hindurch. Das Uhrwerk stammt von der heute noch bestehenden Turmuhrenfabrik Baer in Sumiswald. Der Uhrwart musste die Uhr alle 24 Stunden aufziehen. Im 20. Jahrhundert wurde das Uhrwerk elektrifiziert. Das Schlagwerk der Glocke war bis zur Anschaffung des neuen Kirchengeläutes1951 in Betrieb.
Interessant der Boden mit Katzenkopfsteinpflaster. Die Steine stammen von Feldern und aus Flussbetten und wurden in gebrochenen Sand eingelegt.